LHC Panik

31 08 2008

Erstaunlich, was ein Physik-Experiment (zugegeben, das größte Physik-Experiment der Menscheit) für eine Panik-Welle evozieren kann, zumindest unter den Menschen, welche sich für experimentelle Physik interessieren. Wahrscheinlich befürchten viele (abgesehen von dem Entstehen von permanenten, also nicht zerstrahlenden Schwarzen Löchern) ein Szenario wie in dem Film “The Quiet Earth“.

Dabei hängen mit diesem Teilchenbeschleuniger und den an ihm ausgeführten Experimenten unglaublich viele Erkenntnisse über das Universum und seinen Gesetzen zusammen – wie verhalten sich Schwarze Löcher wirklich oder neue Erkenntnisse über das Entstehen des Universums. Am stärksten wird aber wohl das Interesse auf der Entdeckung des Higgs-Bosons fokusiert sein (oder das Ausbleiben derselbigen, was dem Standardmodell durchaus etwas zu knabbern geben dürfte – es ist das einzige noch nicht experimentell nachgewiesene Teilchen) – denn das Higgs-Boson wird für das Bestehen der Masse verantwortlich gemacht; in der bekannten Holywood-Trilogie “Zurück in die Zukunft” ist die Entdeckung wohl schon gemacht worden, die Auswirkung dieser werden dort offensichtlich am “Hoverboard”, einer zukünftigen Variante des Skateboards – es schwebt wenige Zentimeter über dem Boden.

Falls es zu einer Entdeckung in dieser Richtung kommen sollte, wage ich kaum eine Prognose für die Auswirkungen in der Zukunft durch diese Technologie – falls die Menschen denn ihren Nutzen daraus ziehen können, sprich: technisch nutzbar machen können, denn damit rückten Gerätschaften aus der Science-Fiction in greifbare Nähe: Anti-Gravitations-Generatoren, welche das Transportwesen terrestrischer und extraterrestrischer (oder genauer: intrasolarer und extrasolarer) Reisen revolutionieren würde.

Denn mit funktionierenden Anti-G-Generatoren wäre es möglich, jede Beschleunigung, z.B. in einem Raumschiff (oder momentan realistischer: Trägerrakete z.B. für das SpaceShuttle) für die Insassen und empfindlichen Materials bzw. Geräten so erträglich zu machen wie das entspannte Schwimmen in einem ruhigen See – kein Andruck mehr, keine 9G-Rütteltour für Mensch und Maschine – von dem Antrieb mal abgesehen. Das alles hängt natürlich davon ab, wieviel Energie aufgewendet werden muss, um ein funktionierendes Anti-G-Feld aufzubauen.

Man darf also gespannt sein, am 10. September 2008 ist es soweit, dann wird das erste Experiment gestartet (es wurden schon einige Testläufe duruchgeführt, welche anscheinen optimal “without a hitch” liefen) – und entweder die Apokalyptiker behalten recht, und es entsteht ein Schwarzes Loch, welches flugs in den Erdkern wandert, um dort langsam, aber immer schneller die Erde von innen auffressen wird, oder es passiert nichts dergleichen, und die eben genannten werden zukünftig als Paranoiker bekannt sein.

Es bleibt also spannend, der Countdown läuft…





Super-”Akku”-Patent…

5 09 2007

…bald implementierte Realität? Die texanische Firma EEStor hat ein Patent angemeldet, nach welchem sie eine neue Stufe im Bau von (Keramik-)Kondensatoren erreicht haben, welche eine zehnfach (10x) höhere Energiedichte erreichen wie vergleichbare Blei-Säure-Batterien. Die Firma ZENN Motors, welche Elektrofahrzeuge baut, lizenzierte die Technologie und will bis Ende diesen Jahres Produkte (sprich: Fahrzeuge) mit dieser Technologie ausrüsten.

Was ist denn nun der Vorteil von einem Kondensator im Vergleich zu den üblichen Akkumulatoren?

Derer gibt es mindestens zwei, welche bei erfolgreicher Erpobung der Technik den herkömmlichen Akkus auf lange Sicht den Todesstoß versetzen könnten:

1. Ladezeit

Die Ladezeit eines Kondensators, welcher ein Fahrzeug antreiben könnte, wäre äusserst kurz (vor allem im Vergleich zu den Ladezeiten aktueller Elektromobile, welche für mehrere Stunden an die Steckdose müssen): 5 Minuten, bei kleineren Kondensatoren noch wesentlich kürzer.

2. Lebensdauer

Die Lebensdauer eines Kondensators ist prinzipbedingt im Vergleich zu chemisch arbeitenden Akkus fast unbegrenzt.

Natürlich gibt es wiederum Experten, welche die Technologie extrem skeptisch begutachten, da die von ZENN Motor angegebenen Leistungsdaten eine 400-fache Verbesserung von existierenden Techologien bedeuten würde, ganz abgesehen davon, dass EEStor weder eine öffentlich zugängliche Website noch Angaben zu Leistungsfähigkeit oder irgendwelchen Eckdaten geliefert hat. Allerdings sind wohl IBM Forscher mit an Bord, was der ganzen Sache doch etwas mehr Glaubwürdigkeit verleiht.

Aber wenn dies bald Wirklichkeit wird, dann werden die Elektromobile einen unglaublichen Push erleben.

(Quellen:  wired.com, arstechnica.com)





Quanten und Überlicht

19 08 2007

Das Phänomen des Tunnelns ist schon seit einer Weile bekannt, allerdings wurde dies entweder über spezielle Hohlleiter mittels Microwellen oder über nur sehr geringe Distanzen (mittels Photonen) erreicht. Jetzt ist es deutschen Wissenschaftlern gelungen, dies über makroskopische Distanzen (mehrere Dezimeter) zu erreichen, was bis dato quasi als unmöglich ausgeschlossen wurde. Was dies für die Zukunft der Datenübertragung implizieren könnte, ist kaum abzusehen.

Wenn man sich vorstellt, irgendwann Informationen schneller als die Lichtgeschwindigkeit übertragen zu können (siehe Quantencomputer) dann wird dies sicherlich verschiedene Industriezweige maßgeblich beeinflussen, z.B. den Raumfahrtsektor, die Informationstechnologie und die Kryptologie. Falls die Menschheit dann noch einen Atomsynthesizer hinkriegt, ist das Beamen keine Fiktion mehr. Das Dumme dabei ist nur, dass der Mensch (bei angenommenen 70 Kilo Gewicht) aus ungefähr 7·1027 (70.000.000.000.000.000.000.000.000.000, entspricht 70 Quintillionen) Atomen besteht, und dass diese Information ausgelesen, übertragen und wieder interpretiert werden muss (ganz abgesehen von der oft vernachlässigten Tatsache, dass das Original zerstört werden müsste, denn wenn nicht, wer ist das Orignal? Wer besitzt die “echte” Seele?).

Aber es gab schon viele Grenzen in der Geschichte der Wissenschaft, die schlussendlich gefallen sind; siehe Raumfahrt oder Automobiltechnik. Zu den Anfängen des Automobilbaus z.B. war eine der Ängste der Autobauer und der Fahrer, dass bei zu hohen Geschwindigkeiten (~20-30Km/h) bei offenem Mund die Lunge platzen könnte!





Spintronic und QBits…

15 06 2007

…werden in den nächsten zehn oder weniger Jahren unser Verständnis für Computer revolutionieren.

Wie die Firma D-Wave Systems aus Kanada auf der Technology Conference der Bank Morgan Stanley verkündete, werden ab dem nächstem Jahr (2008) die ersten kommerziellen Quantenchips zur Verfügung stehen. Hier wurde ein QBit-Chip mit 16 QBits vorgeführt; allerdings remote.
Naturgemäß waren wohl viele der Anwesenden skeptisch ob solch optimistischen Ankündigungen, wollen die Kanadier doch bis dahin die QBit-Anzahl auf 1024 pro Chip steigern. Für die Skeptiker: Die NASA (der Verein) unterstützt die Firma und war schon bei der Erstellung des Prototypen mit dabei, sprich: die ganze Geschichte ist sehr ernst zu nehmen. Denn mit Quantenrechnern werden komplett neue Sicherheitsparadigmen für die meisten Verschlüsselungsssysteme notwendig (außer OTP), da diese nun in äusserst kurzen Zeiten “gebrochen” oder geknackt werden können.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die Quantenrechner, da damit die mögliche Rechenpower um einige Größenordnungen (sprich: Zehnerpotenzen) steigt.








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