Stuttgaaaart, Stuttgaaaart…

22 12 2007

…gmütliches Kessele. Ja, Thilo und ich sind wieder in Stuttgart. Allerdings nur über Weihnachten, um natürlich das Offensichtlige zu tun: Weihnachten zu zelebrieren.

Zusätzlich dazu müssen wir uns auch noch um unsere alte Firma kümmern, welche wir nun engültig auflösen werden. Schade, aber Berlin und das Projekt dort sind wirklich nicht zu verachten und so ist unsere Verfassung eigentlich sehr gut. Thilo scheint es auch gut in Berlin zu gefallen und auch ich bin eigentlich recht zufrieden; natürlich gibt es auch Kritikpunkte, aber summa summarum ist es eigentlich wunderbar.

Nur um kurz auf einen der gewöhnungsbedürftigen Punkte einzugehen: Die Berliner parken und fahren wie Affen, denen man die Bananen weggenommen hat. Ich habe mir mal mit meiner damaligen Freundin eine 200er Vespa in Roma ausgeliehen und bin da rumgeheizt, und ich kann behaupten, das war auch recht ..sagen wir mal ungewohnt…. aber irgendwie kommt mir das jetzt harmloser vor als in Berlin. Fahrradfahrer ohne Licht (“Licht? Was’n das?” gurken des Abends über die rege befahrenen Straßen, viele 3-5-spurige Kreisel und Ohne-zu-glotzen-Autotür-Aufreißer (ist mir an den ersten beiden Tagen in Berlin 5-6 mal passiert?!) erfordern Wachsamkeit und Konzentration… zumindest Anfangs.

Konsequenterweise habe ich mir dann am dritten Tag ein Navigationsgerät zugelegt, da ich mich die ersten beiden Tage jedesmal gründlich verfahren habe; und das, obwohl ich fast jedesmal nur noch 2-3 Kilometer vom Ziel entfernt war. Seither alles kein Problem mehr, es sei denn, die Amerikaner scramblen das GPS ;-)





Berlin, Berlin…

6 12 2007

…wir fahren nach Berlin. Und tatsächlich sind wir mit dem Auto nach Berlin gefahren, Thilo und ich. Denn unsere Firma wird leider liquidiert, aufgrund widriger Umstände haben wir kein Geld mehr von den Investoren bekommen. Um genau zu sein, es gibt eine amerikanische Firma, welche momentan ziemlich in Schwierigkeiten steckt, Mitarbeiter feuert und generell in der finanziellen Bredouille steckt. Und diese Firma war für unsere Firma in vielen Dingen ein Vorbild (was z.B. die Monetarisierung betrifft), woraufhin ihre aktuellen Probleme die Investoren abgeschreckt haben, weiter zu investieren.

Daher wird unsere Firma aufgegeben und unsere Arbeitskraft in ein anderes Startup gesteckt. Natürlich, wie üblich, ist dieses natürlich noch geheim, zumindest bis Frühjahr 2008 wird dies auch so bleiben.

So kann es gehen, aber wir haben natürlich wertvolle Erfahrungen gewonnen, welche wir für die Zukunft gut gebrauchen können.

Natürlich sind wir traurig, dass aus unserer Geschäftsidee so nichts geworden ist, aber wir sind nicht am Boden zerstört, denn trotzdem haben unsere Investoren zu uns gehalten und uns an das neue Startup weitervermittelt. Dort werden Thilo und ich uns um alle Aspekte der IT kümmern, was auch spannend zu werden verspricht. Davon abgesehen ist es ein komplett anderes Geschäftsfeld, was auch seine Reize in sich birgt.

Also alles in allem kein Beinbruch.





Verlieben…

1 12 2007

…in Filmfiguren?! Ich dachte eigentlich, aus dem Alter bin ich wirklich schon raus (bin ja schließlich “schon” 32 Jahre alt).

balsa.jpg

Aber erstaunlicherweise taucht in dem Anime Guardian of the sacred Spirit eine Frau auf, in welche ich mich quasi sofort …ja, man kann sagen, instantan verknallt habe.

Balsa, die Heldin dieser Geschichte ist ein unglaublich starke, verletzliche, beschützenswerte, moralische, erfahrene, gutaussehende (*schwärm*) und, tja, einfach tolle Speerkämpferin, welche sich ihren Lebensunterhalt als Leibwächterin verdingt. Durch Zufall wird sie zur Beschützerin des zweiten Prinzen aus des Kaisers Familie und muss nun etliche Abenteuer bestehen. Balsa ist um die 30 Jahre alt (*hach!*) und wird wunderbar in Szene gesetzt.

Dieser Anime ist aber eher etwas für das reifere Publikum, es sind keinerlei Überzeichnungen (z.B. à la Eechi) im Stil des Animes zu erkennen; keine Jugend-Anime-typischen Übertreibungen (à la Dragonball oder Trigun etc.) oder sonstige Albernheiten. Einfach wunderschön und ruhig wird die Geschichte vorangetrieben.

In den Kämpfen aber auch in den ernsthaften Beobachtungen von Beziehungen zwischen den Menschen, der Bräuche und Sitten, des Denkens und Handelns der Personen wird deutlich, dass es sich um eine wirklich ernstzunehmende Erzählung handelt, in welcher (glücklicherweise) jegliche Slapstickeinlagen und Kasperrollen (wie z.B: Djadja Bings in StarWars) fehlen.

Erfreulicherweise wird im Frühjahr 2008 endlich die DVD erscheinen (bisher gibt es diese nur auf japanisch), welche ich mir, sobald greifbar, sofort aneignen werde.

Allzu überrascht ob der Qualität sollte ich allerdings nicht sein, ist dieser Anime doch vom Production I.G. Studio, welches sich auch für andere High-Class-Animes verantwortlich zeigt (z.B. Jin Roh und Ghost in the Shell). Andere Produktionen wie z.B. “The Prince of Tennis” erwähne ich hier mal lieber nicht ;-)

Ich kann nur sagen: Wow! Wenn ich das unglaubliche Glück haben sollte, solch eine Frau im echten Leben zu treffen, würde ich alles, aber auch wirklich alles geben, um ihre Gunst zu erlangen.








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