Quanten und Überlicht

19 08 2007

Das Phänomen des Tunnelns ist schon seit einer Weile bekannt, allerdings wurde dies entweder über spezielle Hohlleiter mittels Microwellen oder über nur sehr geringe Distanzen (mittels Photonen) erreicht. Jetzt ist es deutschen Wissenschaftlern gelungen, dies über makroskopische Distanzen (mehrere Dezimeter) zu erreichen, was bis dato quasi als unmöglich ausgeschlossen wurde. Was dies für die Zukunft der Datenübertragung implizieren könnte, ist kaum abzusehen.

Wenn man sich vorstellt, irgendwann Informationen schneller als die Lichtgeschwindigkeit übertragen zu können (siehe Quantencomputer) dann wird dies sicherlich verschiedene Industriezweige maßgeblich beeinflussen, z.B. den Raumfahrtsektor, die Informationstechnologie und die Kryptologie. Falls die Menschheit dann noch einen Atomsynthesizer hinkriegt, ist das Beamen keine Fiktion mehr. Das Dumme dabei ist nur, dass der Mensch (bei angenommenen 70 Kilo Gewicht) aus ungefähr 7·1027 (70.000.000.000.000.000.000.000.000.000, entspricht 70 Quintillionen) Atomen besteht, und dass diese Information ausgelesen, übertragen und wieder interpretiert werden muss (ganz abgesehen von der oft vernachlässigten Tatsache, dass das Original zerstört werden müsste, denn wenn nicht, wer ist das Orignal? Wer besitzt die „echte“ Seele?).

Aber es gab schon viele Grenzen in der Geschichte der Wissenschaft, die schlussendlich gefallen sind; siehe Raumfahrt oder Automobiltechnik. Zu den Anfängen des Automobilbaus z.B. war eine der Ängste der Autobauer und der Fahrer, dass bei zu hohen Geschwindigkeiten (~20-30Km/h) bei offenem Mund die Lunge platzen könnte!


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